Ist eine KI-Schulung für Mitarbeitende Pflicht?
Eine bestimmte Schulung schreibt die KI-Verordnung nicht vor. Art. 4 verlangt seit Februar 2025 aber, dass Betriebe, die KI beruflich nutzen, etwas für die KI-Kompetenz ihrer Beschäftigten tun. Seit dem Digital-Omnibus im Juli 2026 heißt das: Maßnahmen ergreifen, die den Aufbau von KI-Kompetenz unterstützen. Eine Schulung mit Dokumentation ist dafür der übliche und am besten nachvollziehbare Weg.
Reicht es, fünf Personen zu schulen, wenn mehr Beschäftigte KI nutzen?
Für Art. 4 zählen alle, die in Ihrem Betrieb mit KI arbeiten. Die KI-Enabler bekommen das ausführliche Programm, das übrige Team eine kürzere Unterweisung: entweder durch Ihre KI-Enabler mit unserem Unterweisungs-Kit oder durch uns, 90 Minuten für bis zu 25 Personen für 690 € zzgl. USt. Beides kommt in die Dokumentation.
Brauchen wir ein Zertifikat oder einen KI-Beauftragten?
Nein. Beides verlangt die KI-Verordnung nicht, das stellen EU-Kommission und Bundesnetzagentur klar. Wichtig ist, dass Ihre Maßnahmen zu Ihrem Einsatz von KI passen und dass Sie sie festhalten. Jede teilnehmende Person bekommt von uns eine Teilnahmebestätigung mit Inhalten und Dauer.
Ist das ein KI-Führerschein?
„KI-Führerschein“ ist ein Kursname, den viele Anbieter verwenden. Vorgeschrieben ist er nicht, weder von der KI-Verordnung noch vom deutschen Recht. Was solche Kurse vermitteln, also Grundlagen, Risiken, Datenschutz und Regeln, deckt der KI-Enabler ab. Dazu kommen Übungen an Ihren eigenen Aufgaben, Unterlagen für Ihren Betrieb und ein Kit, mit dem Ihr Team das Wissen weitergibt.
Gibt es ein Bußgeld, wenn wir nichts tun?
Ein eigenes Bußgeld für Art. 4 sehen derzeit weder die KI-Verordnung noch das deutsche KI-Marktüberwachungs- und Innovationsförderungsgesetz (KI-MIG) vor. Die Bundesnetzagentur weist aber darauf hin, dass fehlende KI-Kompetenz als Verletzung der Sorgfaltspflicht gelten kann, vor allem wenn ein Schaden entsteht, etwa durch eine erfundene Angabe in einem Angebot oder durch Kundendaten in einem öffentlichen KI-Dienst.
Wer sollte KI-Enabler werden?
Am besten eine Person je Bereich, die gern Neues ausprobiert und im Team gefragt wird, etwa aus Büro, Vertrieb, Einkauf, Technik und Geschäftsführung. Vorkenntnisse braucht niemand, ein Laptop mit aktuellem Browser genügt.
Wie viel Zeit kostet das die Teilnehmenden?
15 Stunden live: ein Auftakttag mit 6 Stunden und drei Praxis-Termine zu je 3 Stunden im Abstand von ein bis zwei Wochen. Dazwischen probieren die KI-Enabler das Gelernte an eigenen Aufgaben aus, etwa eine Stunde pro Woche. Das ganze Programm dauert vier bis sechs Wochen.
Welche KI-Werkzeuge behandeln Sie?
Die, die Sie nutzen oder nutzen wollen, etwa ChatGPT, Microsoft Copilot, Google Gemini, Claude oder DeepL, dazu KI-Funktionen in Ihren Fachprogrammen. Wir sind an keinen Anbieter gebunden und verkaufen keine Lizenzen; die Produktnamen sind Marken ihrer Inhaber.
Wo findet die Schulung statt?
Als Inhouse-Schulung: Den Auftakttag halten wir bei Ihnen vor Ort oder live per Video, die Praxis-Termine per Video. In Ostbayern kommen wir ohne Aufpreis, etwa nach Regensburg, Kelheim, Ingolstadt oder Landshut; vor Ort anderswo in Deutschland nach Absprache, zuzüglich Reisekosten. Vor Ort stellen Sie den Raum und einen Beamer oder großen Bildschirm, jede Person bringt einen Laptop mit.
Was unterscheidet den KI-Enabler vom KI-Kompass?
Der KI-Kompass (890 €) ist der Einstieg: ein Workshop von drei Stunden für bis zu 12 Personen, eine KI-Richtlinie und die sichere Einrichtung Ihrer Werkzeuge, mit Schulungsnachweis. Der KI-Enabler ist die ausführliche Schulung: 20 Unterrichtseinheiten, Übung an eigenen Aufgaben und Unterlagen, mit denen Ihr Team die KI-Kompetenz selbst weitergibt.
Gibt es Förderung?
In Bayern oft ja: Über ESF+ „Betriebliche Weiterbildung“ kann der Freistaat 50 % übernehmen, wenn Ihr Unternehmen eine juristische Person ist, etwa eine GmbH, und mindestens fünf eigene Beschäftigte teilnehmen. Den Antrag stellen Sie vor Beginn, bis zur Entscheidung vergehen meist rund zwei Monate. Eine Zusage ist das nicht. Mehr unter Förderung.
Wie dokumentieren wir die KI-Kompetenz?
Die Bundesnetzagentur empfiehlt, Art, Inhalt, zeitlichen Umfang und Teilnehmende der Maßnahmen festzuhalten. Das bekommen Sie von uns fertig: Nachweis der Maßnahme, Teilnahmebestätigungen, KI-Inventar und KI-Richtlinie. Unterweisungen, die Ihre KI-Enabler halten, tragen Sie in die mitgelieferte Teilnahmeliste ein.
Wie oft muss die Schulung wiederholt werden?
Eine feste Frist gibt es nicht. Die Bundesnetzagentur empfiehlt, die Maßnahmen regelmäßig zu bewerten und aufzufrischen, etwa wenn neue Werkzeuge dazukommen. Wir empfehlen einen Termin im Jahr: drei Stunden live per Video für 790 € zzgl. USt., mit aktualisierten Unterlagen. Neue Mitarbeitende weisen Ihre KI-Enabler mit dem Unterweisungs-Kit ein.
Muss der Betriebsrat beteiligt werden?
Bei betrieblichen Schulungen hat ein Betriebsrat Beteiligungsrechte, etwa bei der Durchführung und bei der Auswahl der Teilnehmenden (§§ 96 bis 98 BetrVG). Binden Sie ihn früh ein; Lehrplan und Unterlagen bekommen Sie vorab, auf Wunsch stellen wir das Programm dort vor.
Was ist, wenn wir einen Termin verschieben müssen?
Bis vier Wochen vor dem Auftakttag verschieben Sie einmal kostenlos. Was bei einer späteren Absage gilt, steht vorher im Angebot.
Können auch einzelne Personen teilnehmen?
Das Programm wird je Gruppe gebucht und richtet sich an Unternehmen, Selbstständige und öffentliche Einrichtungen, nicht an Privatpersonen. Der Festpreis gilt für bis zu fünf Personen, auch wenn weniger teilnehmen; für die Förderung über ESF+ müssen es mindestens fünf sein.